Einreisebestimmungen für Norwegen

Zitat aus Novibac Einreisefibel:

http://www.msd-tiergesundheit.de/Binaries/MSD_Nobivac_Einreisefibel_01-12_online_tcm61-161282.pdf

Tollwutimpfung:

Die Einreise ist seit 1.1.2012 analog zu den EU-Richtlinien geregelt: Tollwutimpfung im
Einklang mit den Empfehlungen des Herstellers, bei Erstimpfung mindestens 21 Tage vor
Einfuhr. Es ist keine Antikörperbestimmung mehr erforderlich.
Behandlung gegen Bandwurmbefall (Echinokokkose)
Hunde und Katzen müssen unter tierärztlicher Aufsicht mit einer ausreichenden Dosis
eines Bandwurmmittels, das z.B. Praziquantel enthält, frühestens 10 Tage vor der Ankunft
in Norwegen entwurmt werden. Diese Behandlung muss innerhalb von 7 Tagen nach der
Ankunft wiederholt werden. Beide Behandlungen, sowie der Name und die Dosierung des
Mittels müssen im Heimtierausweis tierärztlich attestiert werden.
Heimtierausweis
Das Tier muss von einem Ausweis begleitet werden, nach welchem das Tier zu identifizieren
ist, der von einem von der dafür zuständigen Behörde ermächtigten Tierarzt ausgestellt
ist und der Tollwutimpfungen, Antikörperwerte und Bandwurmbehandlungen bescheinigt.
Grenzkontrolle
Hunde, Katzen und Frettchen, die aus EU-Ländern (außer Schweden) nach Norwegen verbracht
werden, müssen zusammen mit der für die Einreise erforderlichen Dokumenten bei
der Ankunft an der Grenze dem Zoll vorgestellt werden (rote Zone).


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WOHER KAM DER LUNDEHUND, UND WIE SIEHT DIE ZUKUNFT AUS ?
(Eine Kurzfassung)
Stein - Erik Greter


Rückblick
Man nimmt an dass der Hund vor etwa 16.000 Jahren vom Wolf domestiziert wurde. Dies geschah etwa gleichzeitig in Ost-Afrika und/oder in Südost-Asien.
Da die damalige Bevölkerung geistig nicht imstande war, eine gezielte Züchtung über Generationen zu garantieren, geht man davon aus, dass Wölfe mit .geringeren Fluchtneigungen sich mehr oder weniger selbst domestizierten.
Vor etwa 5.000 Jahren trennten sich die Hunde in einen europäischen und einen asiatischen Zweig. Der asiatische Zweig wanderte über China, Sibirien, Russland nach Skandinavien (vor etwa 2000 Jahren). Dieser Zweig steht, aufgrund geringerer Züchtung, dem Wolf näher als der europäische.
Die Idee dass der Lundehund auf einigen eisfreien Gipfeln auf den Lofoten oder Vesterålen die letzte Eiszeit (vor etwa 18.000 Jahren) überlebte, kann man ruhig als Märchen vergessen. Dagegen sieht es so aus, dass der Lundehund und der Norbottenspitz gleiche Vorfahren haben.
Der Lundehund hat gegenüber anderen Hunden einige anatomische Besonderheiten. Dies lässt sich wohl darauf zurückführen, dass irgendwann eine (oder mehrere) dominante Genmutation(en) erfolgt ist (sind), die gegenüber der ursprünglichen Rasse die Oberhand gewann(en).

Zukunft
In neuerer Zeit begann die Zucht 1960 mit zwei Hündinnen und vier Rüden, was eine sehr geringe genetische Variation ergibt. Der NLK verlangt deshalb heute, dass über fünf Generationen nur ein Name zweimal erscheinen darf. Um die Variation zu verbessern, kann man die Molekulargenetik als Hilfsmittel anwenden.
Wenn man, wie von einigen vorgeschlagen wird, die genetische Varianz als Maßstab für Paarungen nimmt, bringt dies nicht viel. Man muss feststellen, welche Gene für welche negative Beeinflussung verantwortlich sind. Dann kann man sagen, bestimmte Hunde dürfen nicht miteinander gepaart werden, anstatt zu erklären, bestimmte Hunde sollen miteinander gepaart werden, und dies ist ein großer Unterschied. Da die Mendelsche Vererbungslehre bekannt ist, kann man auf diese Weise, ohne gentechnische Manipulationen, gewisse negative Erscheinungsformen wie z. B. Kryptorchismus wegzüchten. Katarakt tritt in vielen Arten auf und war bisher für die Lundehunde, im Gegensatz zu gewissen Behauptungen, kein Problem, so dass hier ein Wegzüchten nicht erforderlich ist..

Savolainen, P. et al.: ”mtDNA Data Indicate a Single Origin for Dogs...”. Oxford Journals. Live Sciences & Medicine 26(2010)2849.
Savolainen, P. et al.: “Genetic Evidence for an East Asian Origin of Domestic Dogs”. Science 298(2002)5598
Ostrander, E. A.: “Warum Hunde so verschieden sind”. SdW …(2008)48.
Koskinen, M. T. og Bredbacka, P.: ”Assessment of the population structure of five Finnish dog breeds….”. Animal Genetics 31(2000)310.
Malmström, H. et al.: „ Barking up the wrong tree: Modern northern European dogs…..“. BMC Evol. Biol. (8(2008)1471.
Lindblad-Toh, K. et al.: „Genome sequence, comparative analysis and ….“. Nature 438(2005)803.
Fischer, M. S., Lilje, K. E.: „Hunde in Bewegung“. 2011, KOSMOS, ISBN 978-3-440-13075-9.
Coppinger, R. og L.: ”Hunde”. ISBN 978-3-936-18807-
Vilá et al.: ”Multiple and ancient origins of the domestic dog”. Science 276(1997)1687.


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BEHAUPTUNGEN, DIE IM INTERNET VERBREITET WERDEN

Im Internet wird oft viel Unsinn über die Norwegischen Lundehunde verbreitet:
1. Dass die Therapie eine Unsumme kostet, wenn man bei einer Blutuntersuchung IL feststellt und dass der Hund ein paar Jahre nach Bekanntgabe der Diagnose so wie so stirbt.

2. Dass man einem gesunden Lundehund Blutuntersuchung im Intervall von sechs Monaten nicht zumuten will, aber einem kranken Lundehund alle vier bis sechs Wochen.
1. Woher kommt das Märchen, dass Lundehunde 1 bis 3 Jahre nach Ausbruch von IL (früher LS) sterben? Die meisten Hunde, die IL gehabt haben, überleben diese Krankheit und es gibt Beispiele, dass Hunde durch gute Therapie nach der Krankheit mehr als 10 Jahre ohne Diät gelebt haben. Richtig ist, bei falscher Therapie hat
der Hund nur eine begrenzte Überlebensdauer.
2. Es ist eine Tatsache, dass man durch Blutanalyse bei einem Lundehund feststellen kann ob dieser IL hat, man kann jedoch nicht feststellen ob dieser 10 Tage später IL bekommt. Ein/e gute/r Lundehund-Besitzer/in merkt aber sehr schnell ob ein Hund IL hat oder nicht, ergo hat es keinen Sinn regelmäßige Blutuntersuchungen an symptomfreien Lundehunden durchzuführen.

3. Wenn man Lundehund-Besitzern, die einen kranken Hund gehabt haben, die im Internet veröffentlichte Untersuchungs- und Medikamentenliste zeigt, erntet man nur verwundertes Kopfschütteln, denn der arme Hund muss sich wie eine wandelnde Apotheke fühlen. Hier wird gesunde Pflege durch Medikamente ersetzt.
4. Dass weitere Organe geschädigt werden, wundert einen nicht, wenn man sieht was für ein „Cocktail“ den Hunden verabreicht wird. Es gibt so viele gute Möglichkeiten, einen Hund nach einer IL-Erkrankung aufzupäppeln, man braucht keine „Apotheke z
u kaufen“.
5. Es ist ein Unterschied zwischen halbjährlicher Blutentnahme bei gesunden Hunden und Blutentnahme bei kranken Hunden. Das Erste ist Unfug, das Zweite therapiebedingt notwendig, um
a. den Ist-Zustand festzustellen,
b. den Therapieplan ggf. zu ändern.


Stein-Erik Greter

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Lundehunde in Deutschland

In Deutschland gibt es z.Z. 60 Lundehunde

34 Rüden und 26 Hündinnen

8 Rüden und 8 Hündinnen die zur Zucht zugelassen sind.

(diese Angaben sind nicht verbindlich)

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IL (Intestinal Lymfangiektasi) beim Lundehund
Was ist das? Es ist eine Erkrankung (früher "Lundehundsyndrom" genannt) die - nach neuen Erkenntnissen - bei allen Hunderassen vorkommen kann, aber beim Lundehund öfter auftritt als bei anderen Rassen. Die Krankheit wird ausgelöst durch Störungen in den Lymphknoten, es kann nicht genug Protein gebildet werden, überflüssige Gewebs-flüssigkeit wird nicht aus dem Körper abtransportiert. Dadurch entstehen Flüssigkeits-ansammlungen im Gewebe, meistens im Bauchraum. Es kommt zu Störungen im Darmbereich und bei der Nährstoffaufnahme, die Folge ist zunehmender Durchfall. Andere Symptome wie Erbrechen, Schlaffheit, Gewichtsverlust, austrocknen oder schlechtes Fell können ebenfalls auftreten. Bei ersten Anzeichen ist unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen. Mit einer strengen fettarmen bzw. fettlosen Diät haben die meisten Hunde gute Heilungschancen. Auf keinen Fall darf einem kranken Hund Trockenfutter, Milch oder Schwarzbrot gefüttert werden. Erlaubt sind z.B. Sauermilch, Naturjoghurt, Quark, gekoch-te Kartoffeln, Eigelb (hart gekocht) oder Heringe in Öl. Aber mein Rat lautet: Beachten Sie die Anweisungen des Tierarztes !

Expose
Um vielen der Horrorgeschichten ( z. B. kurze Lebensdauer, kranke Rasse (IL), Diät erforderlich), die im Hinblick auf den Lundehund, insbesondere in Deutschland, teils aus Unkenntnis, aus Profilierungssucht, gegen besseres Wissen verbreitet werden, entgegenzutreten, hat Frau Espelien folgendes Exposé ausgearbeitet.


Gesundheitszustand beim Norsk Lundehund

Verfasst von Ingvild Svorkmo Espelien – Mitglied des Zuchtbeirats für den Norsk Lundehund in Norwegen, Diplombiologin (cand. scient. mit Schwerpunkt Genetik und Zellbiologie der NTNU in Trondheim) und tätig als Oberstudienrätin/ Dozentin für Kleintierkunde

1. Die speziellste Hunderasse der Welt?
Der Lundehund ist weiterhin eine weltweit eher seltene Hunderasse und möglicherweise die einzigartigste von allen. Alle heute lebenden Lundehunde stammen von einer kleinen Zahl miteinander verwandter Individuen ab. Die Mitglieder des Norsk Lundehund Klubb (NLK) betrieben in Norwegen all die Jahre eine planmäßige Zucht, um die genetische Vielfalt in der Zucht optimal auszuweiten. Da alle ursprünglichen Hunde, mit denen die Nachzucht begann, untereinander verwandt waren, war das wichtigste Ziel beim Züchten, die Zuchtrüden und Zuchthündinnen in größtmöglicher Variation zu paaren, so dass mit der Zeit neue Rekombinationen des Genmaterials der Lundehunde entstehen können. Allerdings muss uns klar sein, dass alle Hunde dieser Rasse mehr oder weniger verwandt sind. Man kann daher beim Lundehund nicht von Zuchtlinien sprechen.

2. Moderne Hilfsmittel für das Züchten von Lundehunden
Es wird empfohlen, sich durch Einsichtnahme/Abfrage der für die Rasse bestehenden Datenbanken sachkundig zu machen. Für eine Gesamtübersicht über die seit ca. 1970 in Norwegen registrierten Hunde wird auf die Datenbank des Norsk Kennel Klubs (NKK), DogWeb, hingewiesen. Dies ist die wichtigste Datensammlung für die Rasse Lundehund; den Züchtern wird geraten, sich durch Mitgliedschaft im NLK Zugang zu dieser Datenbank zu verschaffen. Andere gute und nützliche Datenbanken sind „SKK hunddata“ für die in Schweden registrierten Hunde sowie die Datenbank des DKK für die in Dänemark registrierten Lundehunde. Darüber hinaus gibt es zwei gute, von einer Privatperson erstellte Datenbanken, Anneli Häggbloms „Pedigree search“ und „Pawpeds“. Darin finden sich auch Bilder einzelner Hunde sowie Gesundheitsinformationen, wenn der Eigentümer solche bereit gestellt hat. Diese Datenbanken sind feine Hilfsmittel, aber erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, weder hinsichtlich der jetzt lebenden registrierten Lundehunde noch betreffend die dort gespeicherten Gesundheitsinformationen. Sie können daher nicht verwendet werden, um die Erblichkeit bei Krankheiten herauszufinden bzw. zu bestimmen.

3. Eine der gesündesten Hunderassen der Welt?
Norsk Lundehund ist eine als gesund und munter geltende Rasse. Von anderen Hunderassen her bekannte Probleme kommen beim Lundehund nicht vor bzw. führen nicht zu Problemen. Bei dieser Rasse sind Hüftgelenksdysplasie (HD) oder Ellbogengelenksarthrose (AD) nicht bekannt. Weder Tierärzte, die die Rasse kennen, noch der NLK halten es für notwendig, diese Krankheiten oder ähnliche Skelettleiden zu registrieren. Augenkrankheiten sind bei dieser Rasse ebenfalls kein Problem.

Pflegeleicht und robust
Die Rasse ist auch sehr pflegeleicht und robust. Bei Wanderungen/Touren ist der Lundehund unermüdlich und hat kein Problem damit, sehr viel größeren Hunden über lange Strecken zu folgen. Deswegen ist der Lundehund ein populäres Maskottchen bei den Hundeschlittenführern/Mushern. Er verfügt über eine deutliche und sichere Sprache, die von den großen Hunden leicht verstanden wird, und ihm bereitet es keine große Mühe, ohne Leine pausenlos Dutzende von Kilometern neben gut trainierten Schlittenhunden wie Grönlandhunden oder Samojeden her zu laufen. Sein Fell schützt besser vor Kälte und Regen als es bei den meisten Hunderassen und insbesondere bei vielen Hunden seiner Größenordnung ansonsten der Fall ist.

Anatomische Eigentümlichkeiten
Die Rasse Norsk Lundehund weist eine Reihe von Eigentümlichkeiten im Hinblick auf die Anatomie auf, die bei keiner anderen Hunderasse vorkommen. Der Lundehund hat sechs Zehen an allen vier Pfoten und kann die Schultergelenke zur Seite und das Nackengelenk nach hinten bedeutend flexibler bewegen als andere Hunde. Diese Besonderheiten kamen den Lundehunden sehr zugute, als sie damals als Höhlenhund in den von Lunden/Papageientauchern bewohnten Geröllhalden der Vogelfelsen ihre Arbeit verrichteten.
Das Gebiss ist oft unregelmäßig und Vorbiss, insbesondere umgekehrtes Scherengebiss ist recht üblich. Gewöhnlich fehlen auch die kleinen Prämolaren. Dies ist in keiner Weise ein Handicap für den Lundehund und gilt nicht als ein Fehler/Mangel bei dieser Rasse. Ein perfektes Scherengebiss ist selten.

Norwegische Lundehunde können sehr alt werden
Lundehunde können ein hohes Alter erreichen. Viele werden älter als 12 Jahre, und es ist nicht ungewöhnlich zu hören, dass Lundehunde im Alter von mehr als 14 Jahren noch immer in guter Kondition sind. Lis Christensen hat neulich mitgeteilt, dass es in Dänemark viele Hunde gibt, die älter als 10 Jahre sind, und dass Lundestuens Frigga mit ihren mehr als 12 Jahren BIS in der Veteranklasse wurde).

4. Krankheiten beim Norsk Lundehund
Obwohl der Lundehund ein sehr gesunder Hund ist, kommen auch bei dieser Rasse Krankheiten vor. Die bei der Rasse auftretenden Krankheiten können teilweise darauf zurückgeführt werden, dass alle heute lebenden Lundehunde von wenigen und miteinander verwandten Individuen abstammen, also so genannte Inzuchteffekte vorliegen.

IL (Intestinal Lymphangiektasie)
Beim Lundehund gibt es eine Krankheit, von der schätzungsweise 10% der in Norwegen lebenden Lundehunde betroffen werden. Diese Schätzung basiert auf empirischen Daten, denn eine diesbezügliche Statistik gibt es gegenwärtig nicht. Der NLK verwendet auf Empfehlung der Tierärztlichen Hochschule Norwegens die Bezeichnung „Intestinal Lymphangiektasie“ (IL) für diese Krankheit. Der Begriff „ Lundehundleiden“ oder „Lundehundsyndrom“ wurde früher ebenfalls benutzt. Diesen Ausdruck halten wir nicht für ganz glücklich. Tierärzte, die die Rasse nicht näher kennen, tendierten dazu, die Diagnose Lundehundleiden bei jedem Lundehund zu stellen, der mit Magen-Darm-Symptom in die Praxis kam, und dadurch sind einige Lundehunde falsch behandelt worden. Die Krankheit ist ferner bei anderen Hunderassen und bei ganz anderen Arten als Hunden bekannt. IL gibt es bei einer Reihe von Hunderassen, u.a. Basenji, Schäferhund, Grönlandhund, Großer Münsterländer, English Setter, und kommt sporadisch in den meisten Hunderassen vor. Diese Krankheit ist von Rindern her bekannt und kommt auch bei Menschen vor. Jytte Nysom hat neulich mitgeteilt, dass IL bei Basenji häufiger zu finden ist als beim Lundehund!
IL ist ein Zustand, bei dem die Lymphsysteme im Körper, und hier speziell der rundum den Darm angeordnete Teil der Lymphgefäße, nicht funktionieren und verstopfen, so dass die Lymphflüssigkeit austritt und in den Darm und das umliegende Gewebe gelangt. Ursache davon kann entweder eine angeborene anormale Entwicklung der Lymphgefäße oder aber eine Entzündungsreaktion oder ein Geschwulst sein. Man hat gegenwärtig keinen Anhaltspunkt zu sagen, dass IL beim Lundehund ein angeborener Zustand sei.

Symptome – den Tierarzt hinzuziehen!
Symptome für IL beim Lundehund sind gerne Durchfall und Erbrechen, wie auch Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle oder bei anderen Organen wie im Herzbeutel. Sofern sich dort Flüssigkeit ansammelt, zeigt der Hund nicht Durchfall und Erbrechen als die ersten Symptome, sondern stattdessen Symptome für Herzversagen (akut krank mit Kurzatmigkeit, blauen Schleimhäuten und Torkeln/instabilem Gang). In beiden Fällen ist es sehr wichtig, schnell zu einem Tierarzt zu kommen; und ebenso wichtig ist es, den Tierarzt darauf aufmerksam zu machen, dass der Hund IL haben kann. Die Symptome können an Vergiftung denken lassen und werden oft damit verwechselt.
Die Ursache für das Entstehen dieser Krankheit ist nicht gänzlich bekannt, hingegen sind eine Reihe von Faktoren und Symptomen, die mit dieser Krankheit in Verbindung gebracht werden, bekannt. Der kranke Hund hat eine anormale Erweiterung und Verstopfung der Lymphgefäße im Darm. Das Lymphsystem hat die Aufgabe, überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe abzutransportieren wie auch als Kläranlage für Bakterien und bei Entzündungszuständen zu fungieren. Im Darm und rundum letzteren ist die Lymphe milchig weiß, denn nährreiche Flüssigkeit, mit viel Fett, wird aus dem Darm aufgesaugt. Bei IL versagt dieses Aufsaugen. Das Blut muss eine gewisse Konzentration an Proteinen, einschließlich Albumin enthalten, um seine Aufgabe erfüllen zu können, Sauerstoff und Nährstoffe sowie Flüssigkeit in alle Gewebe hinein zu transportieren. Bei IL wird eiweißreiche und fettreiche Lymphe nicht in die Blutgefäße aufgesaugt, sondern leckt in den Darm über.
Dieser Zustand wird in Englisch als „protein losing enteropati“ bezeichnet. Der Proteinverlust führt zu gesteigerter Produktion von Proteinen in der Leber und dort zu einer erhöhten Belastung. Wenn der Verlust an Proteinen die Fähigkeit der Leber zur Produktion neuer Proteine übersteigt, entsteht Proteinmangel im Blut (Hypoproteinämie). Dies hat Auswirkung auf das osmotische Gleichgewicht im Blut, und Flüssigkeit tritt aus ins Gewebe und in Körperhöhlen. Das gilt besonders für die Bauchhöhle, in der ziemlich viel Flüssigkeit angesammelt werden kann, wonach sie sich „prall“ und voll anfühlt. Wie bereits erwähnt kommt es bei einigen Hunden auch zu bedeutenden Flüssigkeitsansammlungen im Herzbeutel oder in der Brusthöhle, was wiederum eine wesentliche Belastung für das Herz mit sich bringt, wodurch es zu Herzversagen kommen kann, wenn keine rasche Behandlung erfolgt. Bei vielen der an IL erkrankten Hunde entstehen auch Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut, was den Hund dick aussehen lässt, wobei er sich weich und wabbelig anfühlt.
Infolge der Entzündungsreaktion im Darm werden die Darmzotten geschädigt. Dadurch wird die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm zusätzlich reduziert, Flüssigkeit sickert in den Darm hinein, und der Hund bekommt kräftigen, anhaltenden, wasserartigen Durchfall. Ein Hund mit chronischer IL kann Durchfall und Erbrechen mit explosionsartigem Auswurf haben. Er magert ab, das Fell wird unansehnlich. Der Hund wird träge und verliert Muskelmasse.

Klinische Befunde
Der Hund sollte von einem Tierarzt behandelt werden, der Erfahrung in der Behandlung von IL bei Lundehunden hat. Durch Bluttest wird zu geringer Gehalt an Proteinen im Blut nachgewiesen. Die Werte für
Albumine sowie Globuline sind niedrig. Der Hund hat ebenfalls häufig zu wenig Calcium und Cholesterin im Blut. Er hat zu wenig weiße Blutkörperchen (Lymphozyten). Calcium geht über den Darm gebunden an Albumin verloren, Cholesterin wird niedrig, weil Fett über den Darm verloren geht und schlecht aufgenommen wird.

Ursachen
Der Grund dafür, dass einzelne Lundehunde IL entwickeln, ist nicht bekannt. Praktische Erfahrung von Lundehundbesitzern deutet darauf hin, dass der Hund vor dem Krankheitsausbruch häufig irgend eine Form von akuter oder chronischer Stressbelastung erlebt hat. Als Beispiel sei psychischer Stress in der Lebensumwelt des Hundes angeführt.
Lundehunde in großen Zwingern haben eine leidige Tendenz, diese Krankheit zu entwickeln. Dies kann dadurch begründet sein, dass der Hund mit seinen Artgenossen mehr um den Kontakt zu den Menschen und um eine gute Position im Rudel konkurrieren muss. Es kann auch darauf beruhen, dass beim Zusammenleben so vieler Hunde eine erhöhte Ansteckungsgefahr entsteht. Bei einzelnen Hunden kam es zum Ausbruch von IL auch in Verbindung mit intensiven Wettbewerbsaktivitäten wie z. B. Ausstellungen. Hunde, die angefahren wurden, von anderen Hunden angegriffen und verletzt wurden oder Unfällen wie Biss einer Natter oder ähnlichem ausgesetzt waren, bekommen oftmals IL kurze Zeit danach. Über den Ausbruch von IL kurz nach einer Antibiotika-Kur wurde berichtet, ohne dass sich etwas darüber sagen lässt, ob die Antibiotika zu IL geführt haben. Es kann ebenso gut die Infektion des Hundes, gegen die mit Antibiotika vorgegangen wurde, als Ursache des IL-Ausbruchs angenommen werden. Es besteht kein Grund, einen Hund, der an IL erkrankt war und wieder gesund ist, aus der Zucht raus zu nehmen.

Die Ernährung von Lundehunden
Viele haben darauf hingewiesen, dass IL etwas mit der Ernährung des Hundes zu tun haben könne. Die Mehrzahl der Hundebesitzer füttern heute ihre Hunde mit Trockenfutter. Ein gutes Trockenfutter ist für einen gesunden Lundehund normalerweise gut geeignet; auf billigste Produkte sollte jedoch stets verzichtet werden. Man sollte darauf achten, einen Futtertyp auszuwählen, bei dem die verschiedenen Nährstoffe in mengenmäßig richtigem Verhältnis zu einander und in Relation zu dem Aktivitätsniveau des jeweiligen Hundes stehen. Ein Hund, der viel physisches Training absolviert, benötigt ein Futter mit ziemlich hohem Anteil an Proteinen und Fett. Ein sich sehr ruhig verhaltender Hund hat geringeren Bedarf an Proteinen und Fett. Ist der Hund viel in der Kälte draußen auf Touren, braucht er eine gewisse Menge Fett. Wünscht man den Hund mit selbst zubereitetem Futter zu ernähren, ist eine Kost mit hellem Fleisch wie Hähnchen sowie Fisch ( nicht zuviel Seelachs) als wichtigste Quellen tierischer Proteine zu empfehlen.

Vererbung
Es gibt ganz sicher u. a. einen erblichen Faktor betreffend das Auftreten von IL beim Lundehund. Das wissen wir, weil beim Lundehund häufiger IL zutage tritt als bei vielen anderen Rassen. Findet man ein gehäuftes Auftreten einer Krankheit innerhalb einer Gruppe von Individuen, die näher miteinander verwandt sind, im Vergleich zu einer zufälligen Auswahl einer Population, gilt die Krankheit als genetisch bedingt. Wir wissen demgegenüber nichts darüber wie IL vererbt wird. Es sieht ganz deutlich danach aus, dass mehrere Gene involviert sind, denn die Krankheit tritt in unterschiedlichem Alter und mit variierenden Symptomen sowie in unterschiedlichem Ausmaß bei den einzelnen Individuen zutage. Es scheint auch klar zu sein, dass lediglich eine gewisse Disposition für die Entwicklung von IL vererbt wird, nicht aber die Krankheit als solche. Zusätzlich zu dem erblichen Moment müssen ein oder mehrere Milieufaktoren in der Lebensumwelt des Hundes vorhanden sein, die den Ausbruch der Krankheit dann verursachen. Eine solche Kombination von Vererbung und Milieu wird gern als „multifaktoriell-polygenetisch“ bezeichnet.



Lässt sich IL wegzüchten?
Hinsichtlich IL gibt es ganz klar individuelle Unterschiede. Die aller meisten Lundehunde (vielleicht rund 90% in Norwegen) bekommen niemals IL. Und dies trotz der Tatsache, dass sie sowohl psychische als auch physische Belastungen unterschiedlicher Art erleben. Ich habe mehrere Versuche unternommen, das Vorkommen von IL zu registrieren und nach gemeinsamen Verwandten zu suchen, um zu sehen, ob die Krankheit innerhalb einzelner Familien häufiger auftritt. Diese Untersuchungen habe ich teilweise aufgrund von Hinweisen erfahrener Züchter durchgeführt, die im Hinblick auf die Zucht um Rat baten. Aus allen meinen Untersuchungen ging hervor, dass die an IL erkrankten Hunde ganz zufällig und ohne irgendein Muster innerhalb der Rasse vorkommen. Eine Untersuchung verwandtschaftlicher Beziehungen bei Hunden mit IL hat ebenfalls ergeben, dass es nicht möglich ist, Il wegzuzüchten, indem man einzelne Hunde aus der Zucht ausschließt, da alle Lundehunde weiterhin so nahe verwandt sind, dass wir dann sämtliche Individuen dieser Rasse ausschalten müssten.
IL kann jederzeit im Leben des Hundes, angefangen im Alter von 4-6 Monaten, aber auch bei ziemlich alten Hunden ausbrechen. Somit versteht sich von selbst, dass IL schwerlich wegzuzüchten geht. Das Vererbungsmuster für die IL-Disposition innerhalb dieser Rasse ist nicht bekannt, und es ließe sich sehr schwer berechnen. Dies zumal eine relativ große Anzahl erkrankter Hunde mit gesicherter Diagnose notwendig ist, um dies untersuchen zu können. Es sieht auch danach aus, dass beim Auftreten von IL ein gewisses „Ansteckungsmoment“ vorliegt, denn mehrere Züchter berichteten, dass IL bei mehreren Hunden gleichzeitig ausbrach, und diese waren nicht nahe verwandt. Bei uns bekam ein Samojede IL, während einer unserer Lundehunde IL hatte; hingegen waren die übrigen Hunde in der Familie gesund.



IL und genetische Variation
IL ist eine Krankheit, die mit der Immunabwehr in Verbindung steht. Das Lymphsystem ist ein Teil der Immunabwehr des Hundes. Wir wissen, dass eine gute Immunität bei einer Hunderasse einen gewissen Grad an genetischer Variation voraussetzt. Das weist darauf hin, dass ein Zuchtprogramm, das Inzucht reduziert, zu verringertem Auftreten von IL führen kann, weil wir eine breitere genetische Variation erzielen, wodurch die Immunität in der Rasse verbessert wird.


Behandlung von Lundehunden mit IL
Es ist sehr wichtig, sich an einen Tierarzt zu wenden, wenn ein Hund eines der beschriebenen Symptome aufweist. Dieser Tierarzt sollte mit der Rasse vertraut sein. Einige Tierärzte halten es für ratsam, IL durch Darmbiopsie nachzuweisen. Die Darmzotten bei einem an IL leidenden Hund sind mit milchigweißer Lymphe angefüllt und sind darüber hinaus geschädigt, so dass die Morphologie verändert ist. Lassen Sie niemals eine Darmbiopsie vornehmen! Eine Darmbiopsie bringt unnötiges Leiden und Stress infolge des Eingriffs mit sich und kann den Hund viel kränker machen. Ein solcher Eingriff ist keine Behandlung und ist völlig unnotwendig für die Diagnose. Ganz im Gegenteil kann der Stress des Eingriffs dem kranken Hund zu viel werden, so dass er dabei stirbt. Die Diagnose IL wird anhand der Messung der Blutproteine gestellt, und eventuell werden die Messungen der Blutwerte eine Zeitlang verfolgt, und daneben wird der generelle Gesundheitszustand des Hundes untersucht. Bluttests eines Lundehunds weisen ganz anormale Blutwerte auf. Ein Tierarzt, der mit diesem Zustand nicht vertraut ist, kann annehmen, der Hund liege im Sterben als Folge von Organversagen, und vorschlagen, den Hund einzuschläfern. Bei richtiger Behandlung des Hundes wird er hingegen normalerweise wieder ganz gesund.
Der Hund benötigt über kurze oder längere Zeit Kortison und muss eine Zeit lang Diätkost erhalten. Oft wird auch Vitamin B (Folsäure) injiziert. Einige bekommen Antibiotika, um Infektionen zu stoppen, durch die die Krankheit noch komplizierter wird. Ablassen von Flüssigkeit aus der Bauchhöhle kann zu rascher Besserung führen, wenn der Hund einen hohen Druck im Bauchraum erkennen lässt. Diuretika (harntreibende Mittel), Antidiarrhöika (stopfende Mittel) und Mittel zur Linderung des Brechreizes werden häufig bei akut erkrankten Hunden verabreicht. Normalerweise wird der Hund wieder gesund, und die meisten können nach gewisser Zeit zu ihrer üblichen Kost zurückkehren. Andere brauchen mehrere Jahre eine speziell angepasste Kost. Sehr wenige Hunde sterben an dieser Krankheit. Dies betrifft insbesondere Hunde, die zusätzlich andere Probleme bekommen wie Magen-Darm-Infektionen, Krebs oder Herzversagen.

Diät für Lundehunde mit IL
Sofern ein Hund an IL erkrankt, ist eine Diät erforderlich. Ein für die Behandlung von IL kompetenter Tierarzt kann hinsichtlich der Diät gute Ratschläge erteilen. Gewöhnlich ist es richtig, den Hund mit einer Diät ganz ohne Trockenfutter oder mit einem beim Tierarzt erhältlichen Spezialtrockenfutter zu füttern, bis die Krankheit unter Kontrolle ist. Eine Diät bestehend aus Reis, Fisch oder Hähnchen und den notwendigen Spurenelementen ist zu empfehlen. Viele ergänzen dies mit Mineralstoffen auf Algenbasis o. ä. Wichtig ist, dass der Hund während des Krankheitszustands häufig und in jeweils kleinen Portionen gefüttert wird (vielleicht nur ein Teelöffel voll je Mahlzeit). Dadurch lässt sich Übelkeit und explosionsartiges Erbrechen verhindern. Einige empfehlen eine Zugabe von Johannisbrotkernmehl, um den Mageninhalt zu binden, und Zusatz von algenbasierten Mineralstoffen zwecks Erstattung des Mineralverlusts durch Diarrhöe. An IL erkrankten Hunden wird auch Oleum neutrale viakutan zusätzlich zugeführt. Der Hund braucht eine Lebensumwelt, in der es ruhig und verlässlich zugeht und muss vor Ansteckungsgefahr durch andere Hunde geschützt werden. Es kann länger dauern, bis der Hund kuriert ist, u. U. mit zwischenzeitlich mehreren Rückfällen, aber die meisten Lundehunde werden wieder ganz gesund und leben anschließend ganz normal lange weiter. Einige Hunde standen mehrmals dicht davor, IL zu bekommen, ohne ernstlich krank zu werden.


Vorbeugung
Der NLK gibt Ratschläge, wie sich das Ausbrechen von IL vorbeugend beeinflussen lässt. Von größter Bedeutung ist, dass der Hund ein gutes, wohlgeordnetes Leben bei seinen Menschen führen kann. Diese Rasse eignet sich nicht für groß angelegte Hundehaltung im Zwinger. Der Lundehund ist abhängig davon, nahe bei seinem Besitzer zu sein und mit den Menschen, die er gern hat, zusammenzuleben.
Es wird auch unbedingt davon abgeraten, einen Lundehund kastrieren zu lassen, denn kastrierte Hunde erkranken leichter an IL. Das kann an den hormonalen Veränderungen nach der Operation liegen. Es kann aber auch durch den Stress im Zusammenhang mit diesem Eingriff verursacht werden, zumal ein Ausbruch von IL kurze Zeit nach der Kastration nicht selten ist. Ein kastrierter Rüde gibt verwirrende Signale an andere Hunde, was seinen Stress in der sozialen Umwelt erhöhen und somit wiederum zum Ausbruch von IL beitragen kann.
Ein Lundehund soll nicht übermäßig beschützt werden. Man möge ihm gerne vom Welpenalter an eine etwas variierende Kost anbieten, zwischen mehreren Sorten Trockenfutter abwechseln und gerne ein wenig Zusatzfutter und Kauknochen geben. Er darf gerne Reste des Mittagessens, besonders gekochten Fisch und Gemüse, probieren. Übertriebener Schutz vor Ansteckungsrisiko ist auch nicht angebracht; man sollte keine Angst haben, den Lundehund ein normales Hundeleben führen zu lassen, wobei er die Welt nach Hundeart erforschen und andere Hunde beschnuppern darf . Damit der Lundehund eine gute Immunabwehr entwickelt, muss er gut trainiert sein, aber nicht unterfordert oder überbelastet werden.
Im Gegensatz zu Ratschlägen, die aktuell zu lesen waren, sind bei gesunden, symptomfreien Lundehunden weder regelmäßige subkutane Zuführung von Vitamin B12 noch Blutentnahmen zwecks Bestimmung der Konzentration der Proteine im Blutserum erforderlich. Dies kann zu Stress für den Hund führen, was wiederum einen Ausbruch von IL zur Folge haben kann!

Gab es bei den Lundehunden auf den Lofoten IL?
Diese Frage wird bisweilen gestellt. Wir wissen es wohl eigentlich nicht. Es gibt Grund zu der Annahme, dass bei den Lundehunden auf Værøy eine gewisse Sterblichkeit herrschte. Auf dieser Insel gab es keinen Tierarzt, und die Lundehunde waren nützliche Arbeitstiere, die sich ihre Kost selbst verdienten. Im Krankheitsfall wurden sie sicher so gut es ging gepflegt, aber ab und an starben doch wohl Hunde wegen Krankheit, ohne dass man mit Sicherheit weiß, um welche Krankheiten es sich handelte. Eins ist sicher: Auf Væroy erhielten die Lundehunde kein Trockenfutter. Sie wurden mit Speiseresten, Fischabfällen gefüttert und versorgten sich gewiss selbst mit verwestem Fisch und toten Vögeln oder Schafen, die sie auf den Geröllhalden und am Meeresstrand fanden. Auch heute noch ist ein Lundehund, der viel frei herumlaufen darf, dazu in der Lage, sich ernährungsmäßig selbst über Wasser zu halten. Mein Lundehund Herkules wurde im letzten Frühjahr recht und schlecht zu dick durch den Verzehr von großen Wühlmäusen, die er rundum unser Gehöft gefangen hatte. Die alten Bewohner von Væroy haben stets von den Lundehunden das behauptet, was wir heute von diesen Hunden auch noch sagen, nämlich dass diese kleinen Spitzhunde sehr gesund und munter und einfach zu halten sind und dass sie das allermeiste selbst zu organisieren schaffen, sofern ihnen häusliche Geborgenheit, Aufmerksamkeit und Liebe zuteil wird.

IL und Inzucht
Die heute lebenden Lundehund-Hündinnen gebären leicht und sind gute Mütter. Gut sozialisierte Lundehund-Rüden sind gute Zuchtrüden mit gesunden Trieben. Der Lundehund ist heute eine Rasse, die sich relativ leicht züchten lässt. Früher gab es beim Lundehund einzelne Symptome für Inzuchtprobleme. Dies zeigte sich in Form von kleinen Würfen und Fruchtbarkeitsproblemen bei beiden Geschlechtern. Es gab auch Verdacht auf schlechte Immunität bei einzelnen Lundehunden, möglicherweise auch in Verbindung mit IL.
Um zu erreichen, dass der Lundehund weiterhin eine so gesunde Rasse bleibt, müssen wir auch künftig die Zucht so breit wie möglich anlegen. Das will heißen, dass möglichst viele Hunde für die Zucht eingesetzt werden sollten. Der NLK richtet deshalb an alle Besitzer gesunder Hündinnen die Aufforderung, mit diesen zu züchten. Die Besitzer gesunder Rüden werden aufgefordert, diese für Zuchtzwecke zur Verfügung zu stellen.
Es wird davon abgeraten, bei dieser Rasse Zuchtlinien zu verfolgen, und der Inzuchtquotient muss so niedrig wie möglich beibehalten werden. Als praktischer Rat gilt, dass kein Hund auf einem Fünf-Generationen-Pedigree zweimal vorkommen soll. Dieser Rat sollte auch bei Lundehunden außerhalb Norwegens befolgt werden. Ansonsten besteht die Gefahr einer Inzuchtdepression. Sofern einem ein Zuchtpartner für seinen Lundehund fehlt, ist der NLK auf Anfrage gerne behilflich; Gleiches gilt für die Klubs in den jeweiligen Ländern. Viele Züchter sind dazu bereit, ihren Zuchtrüden für Hündinnen in anderen Ländern zur Verfügung zu stellen. Der Zuchtbeirat für den Norsk Lundehund in Norwegen hilft gerne bei der Vermittlung eines Kontakts mit den Besitzern geeigneter Rüden, sofern dies möglich ist.

Der Lundehund und seine Gesundheit in Zukunft
Norwegens Tierärztliche Hochschule hat in Norwegen die kenntnisreichsten Experten für die Rasse Norsk Lundehund. Hinzu kommen gute niedergelassene Tierärzte für Kleintiere in den größeren Städten, und auf Anfrage kann der NLK hinsichtlich der jeweils besten Tierärzte für diese Rasse in Norwegen Auskunft erteilen. Der NLK möchte die Forschungsarbeit, die betreffend den Lundehund und IL an der Veterinärhochschule vor einer Reihe von Jahren begonnen wurde, weiterführen. Wir wollen ferner gründlichere Aufzeichnungen über den Gesundheitszustand der in Norwegen lebenden Lundehunde vornehmen.


© Originaltext: Ingvild Svorkmo Espelien
© Übersetzung aus dem Norwegischen: Bärbel Greter-Zybarth


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Tromsø, Norway 6.3.2011



Dear Birgitte Rittweger

Congratulations on your new official Lundehund Club in Germany.

Norwegian Lundehund club think this is very positive and pleased that we now have a club in Germany, which we can work with. It's really great that you engage you in the race, as we in Norway also do, and it is very important to us that the right information is given.

It seems that the club is working hard to spread positive information about the grove dog, and this is very good. And it`s wery nice that you help to spread interest in the breed in several European countries.

Norwegian Lundehund Club welcomes you, and thinksit’s okay that you are using the labs in the logo. This logo symbolizes the commitment and the dog and that the club wants the best for the breed.

We'd love to hear more from you on how you work, and we can help with information, or alternatively come and visit if you wish. We need to have a good cooperation with foreign grove dog clubs.

You may want to contact our breeding committee avlsraadet@lundehund.no by email if you have questions or need help with something.

We wish you good luck and maybe we meet some of you at our 50th anniversary July 25 to 29, 2012 at Værøy. Welcome you will be.

Sincerely

Merete Evenseth
The chairman of
Norwegian Lundehund club
                                       

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Gratulation zu eurem neuen offiziellen Lundehund Club in Deutschland.
Der Norwegische Lundehundclub ist sehr erfreut über den neu gegründeten Lundehund e.V. und findet es sehr positiv und gut zu wissen, dass es auch jetzt in Deutschland einen offiziellen Verein gibt.

Es ist großartig, dass ihr euch für diese Rasse engagiert, so wie wir es in Norwegen tun. Für uns ist es sehr wichtig, dass die richtigen Informationen weitergegeben werden.

Es sieht so aus, als ob ihr hart daran arbeitet, positive Informationen und Wissen über diesen phantastischen Hund weiterzugeben. Das ist sehr wichtig und es ist schön, dass ihr helft das Interesse und die Bekanntheit an dieser Rasse in Europa zu verbreiten.

Der Norwegische Lundehund Club begrüßt euch und ist einverstanden, dass ihr die Pfote für Euer Logo und den Flyer verwendet. Das Logo symbolisiert Verbundenheit, und dass der Club das Beste für die Rasse will.
Wir brauchen eine gute Zusammenarbeit mit anderen ausländischen Clubs.

Wir wünschen uns mehr über eure Arbeit zu erfahren und wir unterstützen Euch mit Informationen, und wenn ihr möchtet, kommen wir Euch auch besuchen.

Wenn Ihr Unterstützung und Informationen braucht über die Rasse könnt ihr eine Mail schicken an:avlsraadet@lundehund.no.

Wir wünschen Euch alles Gute und vielleicht treffen wir uns auf dem 50sten Geburtstag des Norwegischen Lundehundclubs in Vaeroy         vom 25. -29.Juli 2012.
Ihr seid herzlich eingeladen.

Mit freundlichen Grüßen
Merete Evenseth

Vorsitzende

des Norwegischen Lundehund Club

                                                                                                           Übersetzung: B.Rittweger
          

  Tierkliniken in Norwegen

1. Hamar dyreklinik, Vangsvegen 132, N-2318 Hamar, Tel. 62 59 66 39
2. Dyrehospitalet, Brynsveien 98, N-1352 Kolsås, 67 18 06 00
3. Norges Veterinærhøyskole, Ullevålsveien 72, 22 96 49 10
4. Strinda Smådyrklinikk, Vegamot 3, N-7048 Trondheim, 73 94 40 22
5. Grong Dyreklinik, Bergsmo, N-7870 Grong, 74 33 21 00